Dienstag 03.04.2012
20.30 Uhr
vorgestellt von Frank Wierke & Jan Künemund

MICHAEL HAMBURGER – EIN ENGLISCHER DICHTER AUS DEUTSCHLAND | DE 2007 | 72 Minuten | deutsche OF | Regie, Produktion, Buch, Kamera, Ton: Frank Wierke | Montage: Frank Wierke, Beate Middeke | Produktion: Wierke Film mit ZDF/3sat und dem Goethe-Institut | Redaktion: Udo Bremer
*Duisburger Filmwoche 2007: Arte-Doukmentarfilmpreis | blicke 2007: Preis für Geschichtskultur | Preis der LiteraVision 2008
Der Film von Frank Wierke ist in den letzten Lebensjahren des Dichters und Übersetzers Michael Hamburger entstanden und nähert sich diesem ausgehend von der Frage: Wie entsteht ein Gedicht? Dabei lässt sich der Film auf Hamburgers Tages-Rhythmus ein, auf das Haus in Suffolk, auf den Wandel der Jahreszeiten im Garten, auf die Apfelbäume zur Blüte- und zur Erntezeit und auf den Vorgang des Schreibens. Frank Wierke hat alleine gedreht, mit kleinem Equipment aus Kamera und Ton, ohne künstliches Licht und Stative, ohne Inszenierungen und Interviews.
"Die zärtliche Kamera von Regisseur Frank Wierke folgt dem Dichter zwischen Sofa und Abstellkammer, Billard im TV und Briefkasten. Wie Hamburgers Gedichten gelingt es dabei auch dem Filmemacher, aus dem Nahblick auf die konkreten Dinge eine ganze Welt zu erschaffen. Er schafft das fast Unmögliche: Poesie ohne jeden Kitschverdacht in Dokumentarfilm zu verwandeln." (Begründung der Jury für den Arte-Dokumentarfilmpreis, Filmwoche Duisburg)
„Er sucht den Lyriker in seinem Alltag, versucht diesen nicht zu stören. So entsteht kein kohärent erzähltes Künstlerportrait, eine Reihung von Daten, Fakten und Zahlen, sondern vielmehr über die Alltagsräume eine Annäherung an ein ganzes Leben. Von kleinen Dingen ausgehend, Muscheln und Blättern z.B., entblättert sich „das ganz Große“. Das ganze 20. Jahrhundert, deutsche Geschichte, Literaturgeschichte, die Geschichte einer Zerstörung. Wierke erzählt seinen Film im Bewusstsein der Fragmentalität von Geschichte. Kleine Details, genaue Beobachtungen. Mit Klaus Wildenhahn gesprochen, dem sich Wierke nahe fühlt, es kommt auf die alltäglichen Dinge an. Also kein Film über den Alltag, sondern über einen Lyriker, bei dem der Alltag eine große Rolle spielt.“ (Protokoll der Duisburger Filmwoche 2007)
Frank Wierke:
Geboren in Unna/Westfalen, Studium an der Fachhochschule für Design in Dortmund, 2001 Abschluss Diplom/Essay-Dokumentarfilm. Freiberuflicher Filmemacher. Mitglied bei "dokumentarisch arbeiten, Hamburg" & Filmwerkstatt Düsseldorf.
Filme (Auswahl): MAN DENKT, MAN KENNT DAS LAND (ZDF/3sat 2002), DA ZWISCHEN SIND WIR (Kurzfilm 2004), MICHAEL HAMBURGER – EIN ENGLSICHER DICHTER AUS DEUTSCHLAND (ZDF/3sat 2007), STERNE (ZDF/3sat 2010).
Trailer:
http://www.youtube.com/watch?v=WWlSDYUsNLE
"Die zärtliche Kamera von Regisseur Frank Wierke folgt dem Dichter zwischen Sofa und Abstellkammer, Billard im TV und Briefkasten. Wie Hamburgers Gedichten gelingt es dabei auch dem Filmemacher, aus dem Nahblick auf die konkreten Dinge eine ganze Welt zu erschaffen. Er schafft das fast Unmögliche: Poesie ohne jeden Kitschverdacht in Dokumentarfilm zu verwandeln." (Begründung der Jury für den Arte-Dokumentarfilmpreis, Filmwoche Duisburg)
„Er sucht den Lyriker in seinem Alltag, versucht diesen nicht zu stören. So entsteht kein kohärent erzähltes Künstlerportrait, eine Reihung von Daten, Fakten und Zahlen, sondern vielmehr über die Alltagsräume eine Annäherung an ein ganzes Leben. Von kleinen Dingen ausgehend, Muscheln und Blättern z.B., entblättert sich „das ganz Große“. Das ganze 20. Jahrhundert, deutsche Geschichte, Literaturgeschichte, die Geschichte einer Zerstörung. Wierke erzählt seinen Film im Bewusstsein der Fragmentalität von Geschichte. Kleine Details, genaue Beobachtungen. Mit Klaus Wildenhahn gesprochen, dem sich Wierke nahe fühlt, es kommt auf die alltäglichen Dinge an. Also kein Film über den Alltag, sondern über einen Lyriker, bei dem der Alltag eine große Rolle spielt.“ (Protokoll der Duisburger Filmwoche 2007)
Frank Wierke:
Geboren in Unna/Westfalen, Studium an der Fachhochschule für Design in Dortmund, 2001 Abschluss Diplom/Essay-Dokumentarfilm. Freiberuflicher Filmemacher. Mitglied bei "dokumentarisch arbeiten, Hamburg" & Filmwerkstatt Düsseldorf.
Filme (Auswahl): MAN DENKT, MAN KENNT DAS LAND (ZDF/3sat 2002), DA ZWISCHEN SIND WIR (Kurzfilm 2004), MICHAEL HAMBURGER – EIN ENGLSICHER DICHTER AUS DEUTSCHLAND (ZDF/3sat 2007), STERNE (ZDF/3sat 2010).
Trailer:
http://www.youtube.com/watch?v=WWlSDYUsNLE
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