Donnerstag, 25. März 2010

QUE LA BÊTE MEURE - Claude Chabrol

Dienstag 30.03.2010
20.30 Uhr
vorgestellt von Stefan Zierock


QUE LA BÊTE MEURE (Das Biest muss sterben) | Frankreich/Italien 1969 | Regie: Claude Chabrol | Buch: Paul Gégauff und Claude Chabrol, nach einem Roman von Cecil Day-Lewis | Kamera: Jean Rabier | Montage: Jaques Gaillard | Musik: Pierre Jansen, Johannes Brahms | Produktion: André Génovès | Darsteller/innen: Michel Duchaussoy, Caroline Cellier, Jean Yanne, Marc di Napoli, Anouk Ferjac, Jeanne Decourt, Maurice Pialat | 112 min | FrmdU

Charles Thenier (Michel Duchaussoy) wird nach dem Tod seines Sohnes nur noch von dem Wunsch getrieben, den Mörder zu fassen und umzubringen - "Das Biest muss sterben". Dabei ist es bezeichnend für Chabrols Intention, dass der Kinderbuchautor kaum Trauer zeigt, sondern in seiner systematischen Suche nahezu aufgeht.

QUE LA BÊTE MEURE zeigt Chabrols Kunst auf einem künstlerischen Höhepunkt. Seine wahre Meisterschaft zeigt sich im Detail und einer unmerklich daher kommenden Art, Dingen, die klar zu sein scheinen, einen anderen Charakter zu geben. An der Düsterkeit seines Werkes und dem pessimistischen Blick auf die bürgerliche Gesellschaft kann dabei kein Zweifel sein, wenn er hier den negativsten Menschen als den Lebendigsten schildert - damit stellt er das Leben selbst in Frage und kommt zum Schluss auf seine anfänglichen Klänge zurück : "O Tod, wie bitter bist du..."

[Udo Rotenberg auf http://www.filmzentrale.com/rezis/biestmusssterbenuro.htm]

Montag, 22. März 2010

JUST AVANT LA NUIT - Claude Chabrol


Dienstag 23.03.2010
20.30 Uhr
vorgestellt von José van der Schoot


JUST AVANT LA NUIT (Vor Einbruch der Nacht) | Frankreich 1971 | Regie: Claude Chabrol | Buch: Claude Chabrol, nach einem Roman von Eduard Atiyah | Kamera: Jean Rabier | Montage: Jaques Gaillard | Ton: Guy Chichignoud | Musik: Pierre Janson | Produktion: André Génovès | Darsteller/innen: Stéphane Audran, Michel Bouquet, François Périer, Henri Attal, Jean Carmet | 106 min | FrmdU

Der Pariser Publicity Manager Charles Masson (M. Bouquet) hat eine Affaire mit der Frau seines besten Freundes. Bei einem ihrer gewagten SM-Spielchen stranguliert er seine Geliebte ( möglich aus versehen) zu Tode.
Der Film zeigt wie Charles der eine sehr harmoniöse Ehe führt mit dieser Schuld fertig zu werden versucht.

Chabrol taucht in die Untiefen der bürgerlichen Moralvorstellungen ein und inszeniert einen raffinierten Film mit psychologischen Tiefgang.


***

Interessant zeigt sich der Film vor allem psychologisch in den ungewöhnlichen Verhaltungsweisen die seine Frau und sein bester Freund ihm gegenüber an den Tag legen
.

Montag, 15. März 2010

TATORT: FRAU BU LACHT - Dominik Graf


16.03.2010| 20.30 Uhr
vorgestellt von Sebastian Markt


FRAU BU LACHT | Deutschland 1995 | Regie: Dominik Graf | Buch: Günter Schütter | Kamera: Benedict Neuenfels | Montage: Christel Suckow | Szenographie: Birgit Beckmann-Olczyk, Barbara Perk, Renate Schmaderer | Musik: Dominik Graf, Helmut Spanner | Darsteller/inn/en: Miroslav Nemec, Udo Wachtveitl, Anna Villadolid, Barbara M. Ahren, Maverick Queck, Petra Kleinert, Ulrich Noethen, Sabine Speicher, Gisela Kraus u.a. | 90 min | deut.

Text folgt

Samstag, 6. März 2010

MANNEN PÅ TAKET - Bo Widerberg


09.03.2010| 20.30 Uhr
vorgestellt von Jöns Jonsson



MANNEN PÅ TAKET (Der Mann auf dem Dach) | Schweden 1976 | Regie: Bo Widerberg | Buch: Bo Widerberg, nach einem Kriminalroman von Maj Sjöwall und Per Wahlöö | Kamera: Per Källberg, Odd Geir Geir Sæther | Montage: Sylvia Ingemarsson, Bo Widerberg Musik: Björn Jason Lindh | Szenographie: Ulf Axén | Produzent: Per Berglund | Darsteller/innen Carl-Gustaf Lindstedt, Eva Remæus, Sven Wollter, Hakan Serner, Thomas Hellberg, Håkan Serner, Ingvar Hirdwall, Eva Remaeus, Carl-Axel Heiknert, Birgitta Valberg, Torgny Anderberg, Bellan Roos, Gus Dahlström, Hadar Johansson | 110 min | Schwedisch mdU


Polizeikommissar Nyman wird in seinem Krankenhausbett ermordet. Ein schwieriger Fall für Martin Beck und seine Kollegen von der Mordkommission. Nachforschungen ergeben, dass nur ein alter Freund Nymans von dem Krankenhausaufenthalt gewusst hat. Die Suche nach Motiven für die Tat führt zu einer kritischen Durchleuchtung von Struktur und Mentalität der Polizei.

Der 1997 verstorbene Bo Widerberg gehörte mit Mai Zetterling und Jan Troell zur schwedischen "Nouvelle Vague". In den 70er und 80er Jahren drehte Widerberg eine Reihe von Kriminalfilmen. Er schuf auch diese spannende Verfilmung des gesellschaftskritischen Kriminalromans von Maj Sjöwall und Per Wahlöö.


Montag, 1. März 2010

ELVIRA MADIGAN - Bo Widerberg


02.03.2010| 20.30 Uhr
vorgestellt von Jöns Jonsson


ELVIRA MADIGAN | Schweden 1967 | Regie: Bo Widerberg | Buch: Noelle Gilmour, Johan Lindström Saxon, Bo Widerberg | Darsteller/inn/en: Pia Degermark, Thommy Berggren, Lennart Malmer, Cleo Jensen | Kamera: Jörgen Persson | Montage: Bo Widerberg | Ton: Sven Fahlén | Produktion: Waldemar Bergendahl, Peter Fernandez | 91 min | Schwedisch mdU



Nach einer wahren Begebenheit erzählt Bo Widerberg die romantische Ballade einer schicksalhaften, bis zur letzten Konsequenz gelebten Liebe: Ein verheirateter schwedischer Gardeleutnant verliebt sich um die Jahrhundertwende in eine Seiltänzerin, verbringt mit ihr einen glücklichen Sommer. Als ihnen das Geld ausgeht, erschießt er sie und sich selbst. Die Hauptdarstellerin Pia Degermark erhielt 1967 den Schauspielerpreis beim Filmfestival von Cannes.


Bergman über Elvira Madigan

The first time I saw Elvira Madigan when it came out in 1967 I actually didn't think it was anything special. I think it had a lot to do with the fact that Bo Widerberg at that time couldn't open his mouth without saying something disparaging about me. We had practically never met. But he wrote a book where he aggressively attacked me and I could never understand why. I actually thought he was an extremely good director, not for theatre but for film.
I saw Elvira Madigan again last summer when the newly restored version was ready and I saw it was a masterpiece. It is a film that is alive at each moment.