Montag, 25. Mai 2009

GOODBYE SOUTH GOODBYE - Hou Hsiao-Hsien

26.05.09 | 20.30 Uhr
vorgestellt von Thomas Moritz Helm

Goodbye South Goodbye | Taiwan 1996 | R: Hou Hsiao Hsien | B: T’ien-wen Chu, Jack Kao, Jieh-Wen King | 35mm | 124min | Mandarin/Hokkien mit engl.UT

Ich habe mich entschieden den Film GOODBYE SOUTH GOODBYE aus dem Jahr 1996 als zweiten Film in unserem kleinen Hou Hsiao-Hsien Block zu zeigen. Wie auch MILLENIUM MAMBO, gehört GOODBYE SOUTH GOODBYE zur zweiten Schaffensphase von Hou Hsiao-Hsien, in der er sich weniger mit der Historie Taiwans sondern mit seiner Gegenwart beschäftigt. Ist es bei MILLENIUM MAMBO noch die Jugendkultur Taiwans, so ist es in GOODBYE SOUTH GOODBYE die Halbwelt der kleinen und größeren Kriminellen, auf die er seinen unaufdringlichen Blick richtet. Das Ergebnis ist ein äußerst untypischer Gangsterfilm. Elbert Ventura stellt dazu in seinem Artikel „The Lowdown“ fest „...it’s probably the most uneventful movie about gangsters ever.“
„Die beiden Kleinkriminellen Kao und Flat Head sowie seine Freundin Pretzel driften ohne wirkliches Engagement durchs Leben, stets in Bewegung und doch nicht vom Fleck kommend. Fragmentarisch zu einem Ganzen zusammengefügt betrachtet Hou Hsiao-Hsien seine Protagonisten und deren Leben. Als einer der besten Filme der neunziger Jahre gefeiert – u.a. von Susan Sontag und den Cahiers du Cinéma – , gehört GOODBYE SOUTH GOODBYE zu den Höhepunkten in Hou Hsiao-Hsiens Schaffen.“ (Quelle: www.taiwanembassy.org)

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Artikel von Elbert Ventura:
http://www.reverseshot.com/article/goodbye_south_goodbye

Sonntag, 17. Mai 2009

MILLENIUM MAMBO - Hou Hsiao-Hsien

9.05.09 | 20.30 Uhr
vorgestellt von Thomas Moritz Helm

Millenium Mambo | Taiwan/France 2001 | R: Hou Hsiao-Hsien | B: T’ien-wen Chu | 35mm | 105min | Mandarin mit engl.UT

Vor knapp zwei Jahren zeigte uns Reinhold Vorschneider in einem Seminar einen Ausschnitt aus dem Film MILLENIUM MAMBO von Hou Hsiao-Hsien. Ich war sofort hellauf begeistert von der aussergewöhnlichen Kameraarbeit, aber auch von der exakten und nuancierten Schauspielführung die sich auf so wunderbare Art & Weise mit der Haltung der Kamera ergänzte.

Der Film ist nicht unbedingt ein typischer Hou Hsiao-Hsien Film und wurde auch nicht von allen Kritikern durchweg gut besprochen. Aber durch seine formale Geschlossenheit und aufgrund seines feinen und genauen Blicks auf die moderne Jugend der Stadt Taipeh, hat er meiner Meinung nach eine wahnsinnige Kraft und deswegen möchte ich euch den Film gerne zeigen.

”Hou Hsiao-hsien datiert seine neue lyrische Sozialstudie, MILLENIUM MAMBO, zehn Jahre voraus. Aus dem Jahr 2011, wie die Erzählstimme kundtut, blickt der Film auf Dinge zurück, die sich um 2001 ereignen: auf ein Jahr des schweren Schnees, auf die rasche psychische und physische Zerrüttung eines jungen Mädchens. Die antriebslose Heldin des Films, gefangen zwischen perspektivlosen Beziehungen und hartem Drogenkonsum, ist die zentrale Figur eines ästhetisch hochkomplexen, nie moralisierenden Porträts der Partykultur Taipehs, festgehalten mit einer schwebenden Kamera, die zugleich Nähe und Distanz zu den Figuren signalisiert…” (Stefan Grissemann)

Der Chinesische Regisseur Hou Hsiao-Hsien ist einer der Hauptprotagonisten der Taiwanesischen Nouvelle Vague.


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Artikel von Anke Leweke: http://www.taz.de/nc/1/archiv/digitaz/artikel/1/meister-der-totalitaeren-totalen/?ressort=ku

Artikel von George Wu http://www.culturevulture.net/movies/MillenniumMambo.htm

Artikel von Jeremy Heilman http://www.moviemartyr.com/2001/milenniummambo.htm

Samstag, 9. Mai 2009

MEDICINE FOR MELANCHOLY - Barry Jenkins

12.05.09 | 20.15 Uhr
vorgestellt von Hannes Brühwiler

Medicin for Melancholy | USA 2007 | Regie: Barry Jenkins | Besetzung: Wyatt Cenac, Tracey Heggins | 87 min | OV


Nach einem vom Alkohol umnebelten One Night Stand verbringen zwei junge Afroamerikaner den darauffolgenden Tag gemeinsam. Jo’s Zurückhaltung und Micahs forsche Art mögen zwar anfangs für eine kühle Stimmung sorgen, doch diese weicht einer immer größer werdenen Zuneigung. Gänzlich unterschiedlichen gehen die beiden jedoch mit den Implikationen ihrer Hautfarbe und Herkunft um.


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Artikel von A. O. Scott http://movies.nytimes.com/2009/01/30/movies/30mela.html

Samstag, 2. Mai 2009

FROWNLAND - Ronald Bronstein

05.05.09 | 20.15
vorgestellt von Hannes Brühwiler

Frownland | USA 2007 | R/D: Ronald Bronstein | B: Dore Mann, Mary Wall, Paul Grimstad | 35mm | 106 min


"Keith Sontag, in eigenen Worten „ein Troll unter der Brücke“, schlägt sich nur schwer durchs Leben. Am Rande eines höllischen New Yorks lebend, versucht er einer Suizid gefährdeten Freundin zu helfen, seinen Mitbewohner vor die Tür zu setzen und schlicht und einfach etwas Selbstrespekt zu gewinnen.
Ronald Bronsteins FROWNLAND ist ein ebenso wagemutiger wie rauer Film, eine pechschwarze Komödie und ein Liebesbrief an eine vergangene Zeit des Independent-Films.