Donnerstag, 28. November 2013

YELLA - Christian Petzold

Dienstag 26.11.2013
20.30 Uhr
vorgestellt von Jan Künemund


D 2007 | 89 min | Regie/ Buch: Christian Petzold | Dramaturgische Mitarbeit:  Harun Farocki | Kamera: Hans Fromm | Montage: Bettina Böhler | Ton: Dirk Jacob, Andreas Mücke-Niesytka | Musik: Stefan Will | Darsteller/innen: Nina Hoss, Devid Striesow, Devid Striesow, Hinnerk Schönemann, Burghart Klaußner, Barbara Auer | Produzent: Florian Körner von Gusthoff

"Wird an "Yella" etwa endgültig offenbar, dass Christian Petzolds Filme immer schon in streng kadrierte realistische Szenarien eingelassene metaphysische Meditationen sind? Kreuzungen des sozusagen rein Materiellen und des rein Immateriellen? Also Filme, in denen Welten kollidieren, die fürs normale Verständnis nichts miteinander gemein haben?"

[Ekkehard Knörer/ Perlentaucher]

Montag, 25. November 2013

CARNIVAL OF SOULS - Herk Harvey

Dienstag 26.11.2013
20.30 Uhr
vorgestellt von Sebastian Markt



USA 1962 | 80 min | Regie: Herk Harvey | Screenplay:  John Clifford, Herk Harvey | Camera: Maurice Prather | Editor: Bill De Jarnette, Dan Palmquist |  Sound: Ed Down, Don Jessup | Composer: Gene Moore | Actors: Candace Hilligoss, Herk Harvey, Sidney Berger, Frances Feist, Stan Levitt | Production: Harcourt Productions

"Eine weiße Frau kommt aus dem Fluß, in dem sie, acht Stunden zuvor, in einem Auto, gemeinsam mit zwei anderen jungen Frauen, versunken ist. Keiner kann sich erklären, wieso sie noch lebt, wieso sie ausgespart ist; und ausgespart bleibt sie in der Folge auch auf der Leinwand, als weißer Fleck, mit tennisballgroßen, weit aufgerissenen, noch viel weißeren Augen, die sich in die unseren hineinfräsen. Eine Somnambuhlschaft des Nichts (im Kino gleichgesetzt mit: Nichtsehen), die von einem Stimulus angetrieben wird, einer Mechanik, die sie nicht kennt, und die auch die Zuschauer nicht kennen. Doch die ahnen etwas, sie befinden sich ja in einem anderen Raum als die Heldin, ihre Ampel allerdings steht auf Rot, und so können sie der weißen Frau auf der Leinwand keinen Raum freigeben. Oder scheut die Frau in Wahrheit vor ihren Zuschauern? Sie läuft ständig vor ihnen davon, mit entsetzten Blicken über die Schulter zurück auf ihre Betrachter. Für die Hauptdarstellerin wird nur der Raum auf der Leinwand geräumt, sie, die Hauptfigur, muß aber bald, über immer längere Strecken, jedem anderen Erscheinen sich räumen. Für uns Zuseher jedoch ist immer nur diese fliehende Frau da, und zwar in jeder einzelnen Einstellung."

[Elfride Jelinek: Zu 'Carnival of Souls']

Donnerstag, 14. November 2013

UPSTREAM COLOR - Shane Carruth

Dienstag 19.11.2013
20.30 Uhr
vorgestellt von Sebastian Markt


USA 2013 | 96 min | Regie, Buch: Shane Carruth | Kamera: Shane Carruth, Casey Gooden, Hunter Holder, Peter Koutsogeorgas, Bongani Mlambo, Jeff Walker | Montage: Shane Carruth, David Lowery | DarstellerInnen: Shane Carruth, Amy Seimetz, Andrew Sensenig, Thiago Martins, Kathy Carruth, Meredith Burke | Musik: Shane Carruth | Produktion: Meredith Burke, Shane Carruth, Scott Douglass, Casey Gooden, Brent Goodman, Toby Halbrooks, Ben LeClair

Es gibt etwas zutiefst und definierbar Interessantes an der Rasse der Schweine. Je länger man sie betrachtet, desto mehr erscheinen sie als Mysterium. Es scheint ihnen eine wichtige Bedeutung zuzukommen, wenn man sie denn bloß herausfinden könnte.

Nathaniel Hawthorne, 1. Oktober 1841 
Brook Farm, Massachusetts.

Dienstag, 12. November 2013

PRIMER - Shane Carruth

Dienstag 12.11.2013
20.30 Uhr
vorgestellt von Sebastian Markt



USA 2004 | 77 min | Regie, Buch, Schnitt: Shane Carruth | Kamera Anand Upadhyaya, Daniel Bueche | DarstellerInnen: Shane Carruth, David Sullivan, Casey Gooden, Anand Upadhyaya, Carrie Crowford | Musik: Shane Carruth


"Seit „Primer“ spricht sich Carruths Ruf herum - zunächst bei Leuten, die glauben, dass Science-Fiction im Kino nicht nur computergenerierter Donner-und-Doria-Exzess sein muss, sondern auch Detailarbeit, heikle Operation am offenen Sinn bedeuten kann.
[...]
Von Ridley Scott, der immerhin „Alien“ (1997) und „Blade Runner“ (1982) geschaffen hat, ist die Ansage überliefert, er wolle der John Ford des SF-Films werden. Auf so jemanden warten wir immer noch. Mit Shane Carruth aber hat das Genre jetzt etwas viel Unerwarteteres: seinen Ingmar Bergman. Wie dieser nämlich vermittelt Carruth das Intime mit dem Sozialen in einer Kontrastschärfe, die sowohl als persönliche Handschrift bewundert werden kann als auch sich dafür eignet, die Sprache des Mediums Film insgesamt zu verändern."

[Dietmar Dath]

Samstag, 2. November 2013

PAUSE bis zum 12. NOVEMBER

Der Filmclub pausiert bis zum 12. November
und empfiehlt in der Zwischenzeit:


von Marco Antoniazzi und Gregor Stadlober
Montag 04. November
Duisburger Filmwoche
Filmforum am Dellplatz 
21:00