Montag, 31. Januar 2011

SELBSTGEMACHTES - Kurzfilmabend


Dienstag 1.2.2011
20.30 Uhr
vorgestellt von Franz Müller, José van der Schoot und Angela Christlieb


In Anwesenheit der Regisseure zeigen wir am Dienstag die folgenden Filme:


LEICHTMATROSEN | Regie: Franz Müller | Idee: Franz Müller, Rainer Knepperges | Kamera: Ralf Mendle | Montage: Stefan Olivera, Kawe Vakil | Darsteller: Rainer Knepperges, Stephan Jelkmann, Nicole Marischka, Gina d'Orio

Sie sind zwei deutsche Männer in der Midlife-Crisis. Auf der Suche nach weiblicher Beute verfallen sie auf die perfide Idee, als Matrosen in Marokko Touristinnen abzuschleppen. Es kommt zu einem deutschen Stelldichein auf marokkanischem Boden, bei dem ihre weiblichen Bekanntschaften ihnen einiges entgegenzusetzen haben.


VERBESSERUNGSPOTENTIAL | Regie: José van der Schoot | 21 Minuten

Der Film ist im Auftrag der REVOLVER-Film GmbH zu dem Thema: "Die Zukunft des Körpers" entstanden.

"Im Zentrum stehen die Sichtweisen einiger Transhumanisten, die vor allem in der Technik (und ihrer Entwicklung) die Möglichkeit sehen, den menschlichen Körper zu verbessern und eventuell neu zu gestalten:

'Es gibt Verbesserungspotential' ist die fortschrittliche Aussage, die mit diesem - für manchen Bedrohlichen - Veränderungswunsch einhergeht. - Ob man auch den Tod überwinden kann mit Hilfe der Technik ist eine Frage, die eine 'kalte' Hoffnung hervorruft, denn auch dies konnte in absehbarer Zeit möglich werden."


[José van der Schoot]


MEINE ZÄHNE IN PARIS | Regie/Kamera/Schnitt/Produktion: Angela Christlieb | Musik: Algis Antanas Kizys | 5:40 Minuten

Der Schausspieler Lou Castel, bekannt aus Werken von Wenders, Fassbinder und Haneke, Philippe Garrel, Olivier Assayas u.v.a. ist Ehrengast auf den Hofer Filmtagen. Im Hotel angekommen steht er vor einem Problem: Seine Zähne sind in Paris geblieben... Nur wo? Da hilft nur anrufen und nachforschen bei Fabienne, Edith oder Brigitte....


Samstag, 22. Januar 2011

A WOMAN UNDER THE INFLUENCE - John Cassavetes

Dienstag 25.10.2010
20.30 Uhr
vorgestellt von Cristina Diz





A WOMAN UNDER THE INFLUENCE | USA | Regie: John Cassavetes | Buch: John Cassavetes | Kamera: Mitch Breit | Montage: David Armstrong, Sheila Viseltaer, Elizabeth Bergeron | Produzent: Faces Int. Films| Musik: Bo Harwood | Darsteller: Peter Falk, Gena Rowlands, Matthew Cassel | 146 Minuten | Farbe | Englisch

Der einzige Film von Cassavetes, mit dem er zu Lebzeiten in seiner Heimat einen kleinen Erfolg verbuchen konnte: Gena Rowlands und Peter Falk als Ehepaar der unteren Mittelklasse, deren Temperamente hochexplosiv sind. Er kann den Dampf bei der Arbeit ablassen, sie versucht es daheim. Was die eigenen vier Wänden zu einem unermesslichen Spielgrund der seelischen Verwerfungen macht.
„Mabel Longhetti in A Woman under the Influence begeht dieselbe ebenso unverzeihliche wie unabwendbare Sünde. Immer wieder sagt sie, wie sehr sie die Menschen liebe, und verrät damit doch, dass sie nicht weiß, wie das geht. Um ihrem Mann zu zeigen, dass sie ihn liebt, drückt sie sich in so allgemeinen (und dabei ,übertriebenen‘) Zeichen von Freundlichkeit, Glück und Wohlbefinden aus, dass ihre ,Krankheit‘ nur umso deutlicher werden muss. Auch hier ist die Mitte des Geschehens ein Zeichen des Todes: Mabel unternimmt einen symbolischen Selbsttötungsversuch; danach, sollte man meinen, müsste doch alles ganz anders werden. Aber es kommt nur eine erschöpfte Ruhe über die beiden Menschen, deren Liebe aneinander vorbeiströmt. Man macht den Abwasch, man räumt auf, man wird zu Bett gehen: All diese kleinen, unerträglichen Dinge des Alltags erscheinen plötzlich auch wie ein kleiner Trost. Es gibt etwas, was noch schlimmer ist als das Leben, das ist der Tod.“ (Georg Seeßlen, Stadtkino Zeitung 441, Sommer 2007)

Gena Rowlands ist die Frau unter Einfluss – in einer darstellerischen tour de force von irritierender Körperlichkeit kanalisiert sie neurotische Schübe, aufgestaute Aggressionen und erdrückende mütterliche Fürsorge. Sie lacht und weint, zittert und schreit, Spuren des keimenden Wahnsinns bestimmen jede ihre Bewegungen. Ihre nervöse Aufgewühltheit überträgt sich nicht nur auf ihr filmisches Umfeld, sondern auf den anwesenden Zuschauer, der zweieinhalb Stunden später als "spectator under the influence" den Kinosaal verlässt (Heft Kino Arsenal November 2009)

Montag, 17. Januar 2011

EINE FLEXIBLE FRAU - Tatjana Turanskyj

Dienstag 18.1.2011
18.00 Uhr
Sputnik-Kino
in Anwesenheit der Regisseurin




EINE FLEXIBLE FRAU | Deuschland 2010 | Regie: Tatjana Turanskyj | Buch: Tatjana Turanskyj | Kamera: Jenny Barth | Produzent: Filmgalerie 451 | Musik: Niels Lorenz | Darsteller: Mira Partecke, Laura Tonke, Franziska Dick | 97 Minuten | Farbe | Deutsch

ACHTUNG: Die Vorstellung findet im Rahmen des regulären Programms des Sputnik-Kinos statt und beginnt daher bereits um 18:oo Uhr !

Greta, 40, Architektin, Mutter eines zwölfjährigen Sohns, getrennt lebend, verliert ihren Job. Sie beginnt in einem Callcenter zu arbeiten, wird aber schon bald wieder gekündigt. Sie versucht mit aller Kraft, sich nicht unterkriegen zu lassen, fängt an zu trinken und treibt durch die Stadt – zwischen Anpassungsdruck und Widerspruchsgeist.

[Quelle: www.film-zeit.de]

LINKS:

Trailer und diverse Kritiken auf http://www.film-zeit.de/Film/21224/EINE-FLEXIBLE-FRAU/Kritik/

Dienstag, 11. Januar 2011

THE MAD SONGS OF FERNANDA HUSSEIN - John Gianvito

Dienstag 11.1.2011
21.00 Uhr
Babylon Mitte





THE MAD SONGS OF FERNANDA HUSSEIN | USA 2001 | Regie: John Gianvito | Buch: John Gianvito | Kamera: Ulli Bonnekamp | Produzent: John Gianvito | Musik: Johannes Ammon, Jokov Jakoulov, Igor Tkachenko | Darsteller: Thia Gonzales, Dustin Scott, Robert Perea | 168 Minuten | Farbe | Englisch

Die Winterpause ist vorbei. Am Dienstag den 11. Januar geht es weiter und wir machen eine Exkursion ins Babylon Mitte:

John Gianvito ist jemand, der nicht kalkuliert, der auf alle Effekte verzichtet. Er nimmt uns bei der Hand, damit wir mit ihm etwas empfinden. Er sagt, komm, schau hin, hör zu. Und das tun wir. (...) Warum hat niemand sonst das Thema des Golfkriegs im Kino auf diese Weise aufgegriffen? Es gab doch so viele Filme über Vietnam. (...) Vielleicht deshalb, weil sich diesmal die ganze Welt im Recht glaubte. Die ganze Welt - außer John Gianvito, der durch und für das Kino lebt und denkt.

[Chantal Ackermann]

LINKS: