N (wie Niemand) | D 2005 | 82 Min. | Regie: Erwin Michelberger und Oleg Tcherny | Buch: Erwin Michelberger | Kamera: Justyna Feicht | Schnitt: Oleg Tcherny | Ton: Mathilde Kohl | Musik: Gleb Choutov | Redaktion: Annette Fleming, Anne Baumann | Mit Adam Nagati, Andy Bartosz, Abraham David Christian, Felix Droese, Susanne Ebert, Erinna König, Michael Rutkowsky u.v.a. | Eine Michelberger Film Produktion in Zusammenarbeit mit der Filmwerkstatt Düsseldorf. In Koproduktion mit RBB/ARTE. Gefördert von der Filmstiftung NW.
„Der Film N, der durch inhaltliche Anspielungen und Bezüge sowie durch ein Spiel mit dem Dokumentarischen vielerlei Assoziationsangebote liefert, basiert auf einer Struktur der Gegenüberstellung. Auf der einen Seite die Gespräche der ehemaligen Studenten der Düsseldorfer Kunstakademie, die mit ihrer Geschichte ringen. Als Gegenpol die Figur Adams, eines Mitte zwanzig Jährigen, der als eine Art imaginärer Sohn zur Folie wird, ein Selbstgespräch führt, sich ähnlich essentielle Fragen stellt, aber andere Wege beschreitet. Diese Anordnung ermöglicht, dass sich der Zuschauer Fragen stellt. (...) Nuancen des Abgeklärtseins. Handeln aus Idealismus, aus politischer Überzeugung und aus dem Wunsch, einem Selbstbetrug nicht zu erliegen, überlagern sich. Adam scheint sich dem Selbstbetrug gar nicht erst zu ergeben. Für Michelberger besteht die Hoffnung auf Veränderbarkeit für uns alle – das Glück vielleicht nicht. Der Regisseur ist abgeklärt. Erhoffter Veränderbarkeit kann er nach eingehender Prüfung der Welt, wie sie sich zeigt, nicht mehr allzu optimistisch entgegenblicken. Sieht man die Entwicklungen, mag man darin manche Verbesserung erkennen, doch vertraut Michelberger nicht darauf. Adams Rolle ist deshalb so wichtig, weil er, ohne dass sein individuelles Leben zum Tragen kommt, in einer verallgemeinernden Position als Folie dient.“
(Diskussionsprotokoll Duisburger Filmwoche 2005)
Erwin Michelberger (geboren 1950 in Bad Saulgau) studierte in der Filmklasse der Kunstakademie Düsseldorf. Seit 1980 realisierte er zahlreiche, zum Teil preisgekrönte Filme. Zusammen mit Oleg Tcherny (geboren 1971 in Minsk), ebenfalls Absolvent der Kunstakademie Düsseldorf, entstanden die Dokumentarfilme „Blumen lieben oben“ (1999) und „schlittenschenken“ (2002), der auf der Duisburger Filmwoche 2002 mit dem Arte-Dokumentarfilmpreis ausgezeichnet wurde. „Doch“ (2006) wurde wie zuvor schon „N“ (2005) zur Duisburger Filmwoche eingeladen. Zuletzt stellten Michelberger & Tcherny „LUS oder Geschmack am Leben“ (2010) fertig, der den Umgang von Christen, Juden, Muslimen und Atheisten mit dem Tod erkundet. Michelberger ist künstlerischer Leiter des filmlaboratoriums der Filmwerkstatt Düsseldorf.
LINK: www.michelberger-film.de
STRANGE LOVE
Kurzfilm | 2010 | 5 Min | US/AT | Buch & Regie Richard Wilhelmer

“Der bizarre Fiebertraum einer Apokalypse in Schwarzweiß.”
(Der Standard)
Weitere Infos: http://richardwilhelmer.com/projects/strange-love





