Montag, 19. Oktober 2009

MYSTERIOUS OBJECT AT NOON - Apichatpong Weerasethakul


20.10.09 | 20.30 Uhr
vorgestellt von Gregor Stadlober



MYSTERIOUS OBJECT AT NOON; DOGFAHR NAI MEU MARN | Thailand 2000 | Regie: Apichatpong Weerasethakul | Autoren: The Villagers of Thailand | Besetzung: Somsri Pinyopol, Duangjai Hiransri, To Hanudomlapr, Kannikar Narong, Kongkiert Komsiri, Mee Madmoon, Chakree Duangklao, Jaruwan Techasatiern, Jarunee Jandang, u.a. | Produzent: | Musik: | Ton: | Kamera: Apichatpong Weerasethakul, Prasong, Klinborrom | Montage: Mingmongkol Sonakul, Apichatpong Weerasethakul | Sprache: | Minuten | Farbe

Zunächst ist da das Porträt einer Frau. Sie wird bei der Arbeit gezeigt, Stück für Stück erzählt sie ihr Geschichte, einen Teil davon, jedenfalls: ihr Vater hat sie als Kind verkauft. Am Ende ihrer Erzählung fragt Weerasethakul ob sie nicht noch eine Geschichte erzählen möchte, irgendeine, sie kann erfunden sein, gelesene, gehört. Die Frau beginnt von neuem.

Und dann wird der Film diese Geschichte.

Erzählt, Stück für Stück von immer wieder neuen Menschen, denen die Filmemacher/innen auf einer Reise durch Landstriche Thailands begegnen, und die Geschichte fortspinnen, wie es ihnen gefällt. Manchmal wird ein Stück der Handlung inszeniert, wir sehen es als Film im Film. Einmal spielt eine Theatergruppe die Geschichte weiter.

Dass Weersethakuls Film selber ein "Mysterious Object" sei (so wie alle seine anderen) ist mittlerweile ein Kalauer der Filmkritik. Aber man hat tasächlich erstmal keinen Namen für die Art und Weise wie dieser Filme sich einer handhabbaren Kategoriesierung entziehen.

Ein Film über das Erzählen von Geschichten, vielleicht.

>>Thai filmmaker Apichatpong Weerasethakul likes to say that Mysterious Object at Noon is really about "nothing at all." [...] Far from an empty vessel, the film encourages an ever increasing proliferation of odd topics and perspectives. [...]
"I'm interested in the possibilities of involving both fact and fiction in one film," Joe said at the Rotterdam Film Festival, where his film debuted a year and a half ago. "But I wasn't thinking much about revolutionizing the narrative method when I started making this film. In some ways, I think the movie turned out to be really rather old-fashioned." Spiraling out from Bangkok across a variety of sandy southern and rural northern extremes, Mysterious Object at Noon searches out everyday people—fish sauce vendors, wizened grannies, video-game-saturated schoolchildren—who are willing to reveal bits of themselves for the camera, and to contribute a fragment to the film's evolving story about a paraplegic boy and his unpredictable tutor, a woman named Dogfar. Initially observing his subjects at a modest verité remove, Joe then steps in to direct and intercut dramatic re-creations of the freely associated narrative strokes they've supplied.
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LINKS

Chuck Stephens, Village Voice, June 26, 2001
http://www.villagevoice.com/2001-06-19/film/that-obscure-object/1

Montag, 5. Oktober 2009

ROUTE ONE/USA – Robert Kramer

06.10.09 | 20.30 Uhr
vorgestellt von Sebastian Markt

Der Film wird in zwei Teilen gezeigt!
Teil II am 13.10.09

ROUTE ONE/USA | Frankreich 1989 | Regie: Robert Kramer | Autor: Robert Kramer | Produzent: Richard Copans | Musik: Barre Philips u.a. | Ton: Olivier Schwob u.a. | Kamera: Jörgen Persson | Montage: Guy Lecome, Robert Kramer u.a. | Sprache: Englisch | 125 + 135 Minuten | Farbe

U.S. Route 1 ist der älteste Highway an der Ostküste der Vereinigten Staaten von Amerika. 3219 Kilometer von Fort Kent, Maine an der Kanadischen Grenze bis nach Key West, Florida, durch fünfzehn Bundesstaaten, Verbindung zwischen den meisten großen Städten des Ostens des Landes und unzähligen kleinen dazwischen.

ROUTE ONE/USA ist die dokumentarische Spur einer Reise, ein Roadmovie.

Robert Kramer begleitet als Filmemacher und Kameramann einen Mann, der im Film stets Doc genannt wird, auf einer Reise durch die USA, entlang der Route 1. Doc, mal Objekt des Films, mal Cicerone, oft auch im Hintergrund, besucht Bekannte aus einem früheren Leben, vor allem gibt es Begegnungen am Wegesrand, Städte und Landschaften, Personen und Institutionen, Ereignissen. Kramer spinnt aus der Anschauung der Reise Beobachtungen und Portraits, ein dichtes Gewebe an thematischen Bezügen: der Zustand einer Gesellschaft, Beziehungen zwischen Eltern und Kindern, Abwesenheit und Nähe, politische Kämpfe und private und immer wieder staatliche Herrschaft und Rebellion.

ROUTE ONE/USA ist das Porträt einer Figur.

Doc, der Reisende in ROUTE ONE ist die fiktive Hauptfigur von Robert Kramers Spielfilm DOC'S KINGDOM von 1987, hier wie da verkörpert vom Schauspieler Paul McIsaac. Ehemaliger linksradikaler Aktivist, Arzt, der viele Jahre in Afrika gearbeitet hat. Doc's Kingdom zeigt ihn in Lissabon, am Rande Europas, am Rande der Verzweiflung, krank. Arbeit in einem Armenspital, Begegnung mit einem erwachsenen Sohn, den er nicht kennt. (Bemerkenswerte frühe Rolle von Vincent Gallo).

Dieser Doc kehrt in ROUTE ONE, mehr als ein Jahrzehnt seit seiner Abkehr, in die USA zurück.

Parallelen zu den Biographien von McIsaac und Kramer lassen sich finden, wenn man sie denn suchen will. In einem Kurzfilm, einem "ciné-lettre" von 1990 richtet Kramer das Wort an McIsaac:

"I wanted to talk to you about our work together in the movies, or about the character we created, the doctor. Who is you Paul and not you. Who is also me. A fiction that blurred our separateness. Like love, or work."

"I’m from NYC. The 50’s were bad. I got reborn in the 60’s. I left the states at the end of the 70’s. I’ve been living around, mostly based in Paris, and I make movies."

So hat sich Robert Kramer (1939-1999) in einem unbeantworteten, wunderbaren Brief an Bob Dylan vorgestellt. (Über Dylan hat Kramer einmal bemerkte: "Everything I’ve ever wanted to say was sung by Bob Dylan."). Die Wiedergeburt in den 60er Jahren war die New Left und ihre Kämpfe, gegen den Rassismus, gegen Vietnam. Kramer war ein Gründungsmitglied des Newsreel Collective, einer Gruppe von Aktivist/inn/en die mit einer Reihe von Filmen über die politischen Kämpfe der 60er und 70er ebenso Bericht erstatteten, wie sie in sie eingriffen. Kramer drehte im weiteren Umfeld von Newsreel auch einige Spielfilme, darunter sein bekanntestes Frühwerk, ICE von 1970, dystopische Fantasie eines faschistischen Amerikas, gedreht als Direct Cinema. Seine Arbeiten werden oft als filmische Essays beschrieben, in denen Kramer der oft selbst die Kamera führt als Chronist des Zustandes einer Gesellschaft, aber auch seiner selbst auftritt.

Im Werk von Kramer, stets engagiert, findet weniger eine Grenzüberschreitung der Demarkationslinie zwischen Fiktion und Dokument statt, als dass diese Grenze, obwohl existent, in seiner Arbeit zunehmned an Bedeutung verliert.

Ich meine mich zu erinnern, dass Alexander Kluge mal über DAS HIMMLER PROJEKT gesagt hat, Romuald Karmakar würde Manfred Zapatka wie ein Pendel in den Himmlerschen Text versenken. Über ROUTE ONE könnte man sagen, dass Kramer eine Landschaft, eine Gesellschaft, ein Land, Ort und Zeit, auslotet, in dem er den Doc in sie versenkt, wie ein Pendel.

An dem Film liegt mir viel.

LINKS:

Ein Dossier über Robert Kramer in der neunten Ausgabe der australischen Onlinefilmzeitschrift Rouge.

Ein Text von Paul MacIsaac über die Zusammenarbeit mit Kramer und die Erschaffung der Figur des 'Doc' auf der (ehemaligen) Homepage von Robert Kramer.

Ebendort, neben anderem Bemerkenswerten, ein Gespräch mit Kramer und Frederick Wiseman.

Eine Homepage über das Newsreel Collective, verantwortet hauptsächlich von Roz (Roslyn) Payne, einer ehemaligen Aktivistin, die in einer Nebenrolle auch in DOC'S KINGDOM zu sehen ist.

Sonntag, 27. September 2009

A SWEDISH LOVE STORY - Roy Andersson

29.09.09 | 20.30 Uhr
vorgestellt Pola Schirin Beck

EN KÄRLEKSHIS TORIA; A SWEDISH LOVE STORY | Schweden 1969 | Regie: Roy Andersson | Autor: Roy Andersson | Besetzung: Ann-Sofie Kylin, Rolf Sohlman | Produzent: Ejnar Gunnerholm | Musik: Björn Isfält, Jan Bandel | Kamera: Jörgen Persson | Montage: | Sprache: schwedisch | 119min | Farbe

Schwedischer Sommer 1968. Eine Liebe zweier Teenager. Melancholisch, komisch, zart und nicht kauzig-skurril. Roy Anderssons Regiedebüt A SWEDISH LOVE STORY 40 Jahre vor SONGS FROM THE SECOND FLOOR überrascht einen. In Schweden so erfolgreich gewesen wie "La Boum" in Frankreich oder Deutschland.

Einmal und nie wieder? Wieso hat Andersson wohl nie wieder so einen Film gemacht? War ihm der Erfolg zu wieder? Wo findet man vielleicht doch erste Anzeichen zu seiner jetzigen Filmsprache und ist der Film wirklich aufgrund seiner Geschichte schon kommerziell? Lasst uns disktutieren...

Einfühlsam erzählt A SWEDISH LOVE STORY eine Liebesgeschichte zwischen zwei Jungendlichen, die sich im Sommer in der idyllischen Umgebung eines Krankenhausparks begegnen. Die aufblühende Liebe der Teenager wird konfrontiert mit einer Welt frustrierter Erwachsener und ihren zerbrochenen Illusionen.

Sonntag, 20. September 2009

SONGS FROM THE SECOND FLOOR - Roy Andersson

22.09.09 | 20.30 Uhr
vorgestellt von Pola Schirin Beck

SONGS FROM THE SECOND FLOOR; Sånger från andra våningen | Schweden, Norwegen, Dänemark 2000 | Regie: Roy Andersson | Autor: Roy Andersson | Besetzung: Lars Nordh, Stefan Larsson, Bengt C.W. Carlsson, Torbjörn Fahlström, Sten Andersson u.a. | Produzent: Lisa Alwert | Musik: Benny Andersson | Kamera: Istvan Borbas, Jesper Klevenas | Montage: | Sprache: schwedisch | 98min | Farbe

Ein Möbelverkäufer setzt seine Firma in Brand, um die Versicherungssumme zu kassieren, sein Sohn ist vom "Gedichteschreiben verrückt geworden", der Vater beginnt ein neues Geschäft mit dem Verkauf von Kruzifixen; ein Zauberkünstler sägt versehentlich einen Freiwilligen in den Bauch; ein 100-jähriger schwedischer General a. D. empfängt seine Geburtstagsgäste im Pflegeheim mit nationalsozialistischen Parolen; Manager ziehen in langen Aufmärschen durch die Straßen Stockholms und geißeln sich selbst ihrer Sünden wegen und ein nie endender Verkehrsstau hat alles Leben lahm gelegt.

Wer Roy Anderssons Film SONGS FROM THE SECOND FLOOR von 2000 noch nicht kennt, sollte sich diesen Film unbedingt ansehen. Es ist sein fünfter Film. Er hat diesen skandinavischen surrealen Ton und Humor, den ich so liebe. Andersson bedient sich zur visuellen Umsetzung einer speziellen Bildsprache, die in ihrer surrealistischen Konzeption an Luis Bunuel und in ihrer kargen, konzentrierten Ausleuchtung an Jacques Tati erinnert, mit dessen an der modernen, davonrasenden Welt verzweifelnden Meisterwerken Anderssons Film durchaus Parallelen vorzuweisen hat. Andersson und seine drei Kameraleute komponieren 46 geniale Einstellungen (bzw. 45 Schnitte). Das heißt immer nur eine Einstellung wird für eine Szene in diesem Episodenfilm gewählt.

Am nächsten Dienstag möchte ich euch Anderssons allerersten Film A SWEDISH LOVSTORY von 1970 zeigen, der komplett anders aber ebenso sehenswert ist.


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Samstag, 12. September 2009

ANAT EVEN | FLORIAN GEIERSTANGER zu Gast

15.09.09 | 20.30 Uhr
in Anwesenheit der Filmemacher

Aus gegebenem Anlass haben wir gleich zwei Filmemacher zu Gast. ANAT EVEN aus Israel und FLORIAN GEIERSTANGER aus Deutschland. Der Abend wird in 2 Teile gegliedert sein.

I. TEIL | 20:30 Uhr
2 Filme von FLORIAN GEIERSTANGER
anschließend Gespräch

PAULUS: WHAT YOU DID IN MY HEAD | Deutschland 2009 | Regie: Florian Geierstanger | Autor: Florian Geierstanger | Erzähler: Brigit Wirth | Produzent: | Tonmischung: Tom Rudolph | Kamera: Susanne Schranner | Montage: Florian Geierstanger | Sprache: | 6min |

"Der Film handelt von Verbindungen der Geschichten, die einer erzählt, mit seinem eigenen Leben. Die Geschichten unterscheiden sich in ihrem Grad an Realität, unterscheiden sich in der Art ihrer Verbindung mit dem Leben der jungen Frau: Eine Geschichte ist biografisch, aus der Vergangenheit. Die zweite Geschichte ist ein Weitererzählen, ein Überliefern einer Geschichte aus dem Erzählschatz der christlichen Familie. Es ist die Paulus-Geschichte. Die dritte Geschichte ist ausgedacht, eine Spekulation über die Zukunft." (Florian Geierstanger)

AUGEN SCHAUEN MICH AN (Preview) | Deutschland 2009 | Regie: Florian Geierstanger | Autor: Florian Geierstanger | Besetzung: Hanna Schlums, Franziska Willensbacher, Amelie Stieg, Werner Deimel u.a | Produzent: | Ton: Christian Rabl, Claudia Schmid, Sylvia Schlums, Florian Baumgartner | Kamera: Benedikt Muckenthaler, Georg Haslauer | Montage: Florian Geierstanger | Sprache: | 20min |

Eine Schülerin erzählt in einem Klassenzimmer von einem schiefgegangen Kunstunterrichtsprojekt. Auf einem Handy läuft ein Musikvideo, die Kamera schwenkt in den Konzertraum. Die Schülerin befragt eine Genetikerin zu einem Experiment und erzählt von einem fehlgeschlagenen Menschenversuch, die Kamera verfolgt eine Mutantin.

AUGEN SEHEN MICH AN schafft einen filmischen Raum in dem sich dokumentarischer Blick und Fantasie streifen, begegnen, anstecken. Geschichten werden erzählt: wahre, erlebte, fantastische, tradierte, und auf je eigene Weise ins Bild gesetzt, fügen sich zu einem vielschichtigen Gewebe aus Sichtbarkeiten.

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Offizielle Hompage:
http://florian.geierstanger.org

II. TEIL | 22:00 Uhr
Werkstattgespräch mit Anat Even

Anat Even is an independent filmmaker since 1991. She produces, writes and directs all of her full-length films. Her works are concerned with themes of memory, identity and belonging, and direct a poignant critical gaze at Israeli society. Anat's films are screened at international festivals, broadcast on TV stations around the world, shown at museums and galleries and have won prizes. She teaches cinema at the Academic College – Sapir, and is the winner of the 2004 Cinema Prize Awarded by the Israeli Ministry of Education and Culture.

FILMOGRAPHY (SELECTION)

2005 | MIKDAMOT / PRELIMINARIES

A cinematic literary dialogue among the Israeli author, S. Yizhar, and filmmaker Anat Even; The film traverses Israel’s battered landscape, moving along its bypass roads that masquerade as the highway to Zionism, progressing and retreating in time when in fact it is stuck at the very point that Yizhar, the infant/80 year old, marked in his book “Mikdamot” – when the Zionist dream is simultaneously realized and shattered.

(40 min) Entry Vision Du Reel, Swiss, DocAviv, Israel, Confluences, Paris, Museum of Modern Art, Dresden and others. Prizes: SRG SSR idée Suisse, Vision Du Reel 2006, The Best Israeli short Documentary 2006

2002 | SATURDAY AT JENIN

Immediately after the Israeli army destroyed the refugee camp in Jenin I found a way to enter the city. I turned my camera to the ruins of the refugee camp; my regard is turned inward, to myself, to us, to the darkness"

(3 min). Part of "Mabatim" – "Gazes", (Produced by "Matar plus"), Entries in Jerusalem film festival, 2002 and others, screened at museums in Europe & USA. Broadcasted in channel

2001 | ASUROT / DETAINED

Three Palestinian widows, live with their 11 children in a house on Shuhada Street in Hebron. Their house lies on the border; the façade is under Israeli occupation, the Palestinian authority controls the back. At the entrance to the house a military post, on the roof the Israeli army has placed a watch point over Palestinian Hebron. Three women, trapped in the middle, constantly surrounded by Israeli soldiers, carry on their difficult lives in a perverse situation: the occupation becomes a routine, the absurd becomes a given. This is the story of an occupation that extends to the staircase and the roof of the house, where it encounters poverty, loneliness, pain, but also the small joys of everyday life. This is an internal prison; the external one is the ongoing occupation.

(75 min). Entries in over 50 festivals around the world, shown in cinema theaters in Germany, at the MOMA, NY, Aired on: DRS, Switzerland, CBC Newsworld – “The Passionate Eye”, Canada, Education 22, Malta, RTSI, Switzerland, SVT, Sweden, VRT, Belgium, The Channel 8, Israel | Prizes: The Golden Dove – Leipzig International Film Festival, Germany, 2001, Honorable Mention – The Jerusalem International Film Festival (Wolgin Award Competition), 2001 The Audience Award – Vesoul Asian International Film Festival, France, 2002, Honorable Mention – Lisbon International Documentary Film Festival, Portugal, 2002

ADDITIONAL INFORMATIONS ABOUT ANAT EVEN:

Professional Education: UCLA - Film and Art Studies 1981-1984 | Teaching Film studies at the Sapir Academy College since 2005, Film studies at the Camera Obscure art school, 1998 - 2005 | Initiator & Artistic director – The annual Israeli Documentary Film Seminar, 2001- 2003. | Artistic director -Cinema Project - The Joshua Rabinowich fund, 2006, 2007 | Winner "The Art of Cinema" prize by the Ministry of Education and Culture, 2004 | Work for TV stations IBA – Israel TV, directed reportages for various programs and magazines on the subjects of nature, science, art and humanities. 1988-91, Israel Today – An American Israeli TV station in Los Angeles, directed and edited reportage documentary films and commercials. 1983-84