Dienstag 20.04.2010
20.30 Uhr
20.30 Uhr
vorgestellt von Stefan Butzmühlen und Cristina Diz Muñoz

LA NIÑA SANTA | Argentinien, Italien, Niederlande, Spanien 2004 | Regie: Lucrecia Martel | Buch: Juan Pablo Domenech, Lucrecia Martel | Kamera: Félix Monti | Montage: Santiago Ricci | Musik: Andres Gerzenson | Produzent: Lita Stantic u.a. | Darsteller: Mercedes Morán, Carlos Belloso, Alejandro Urdapilleta | 106 Minuten | Farbe | Spanisch mit EngUT
LA NIÑA SANTA spielt in einem Kurhotel während eines Ärztekongresses – und schafft eine dichte, dekadente Stimmung. Die Schülerin Amalia, mit einem der frechsten Lächeln der Filmgeschichte gesegnet, ist, verwirrt vom Bibelunterricht, auf der Suche nach ihrer göttlichen Berufung. Die glaubt sie gefunden haben, als einer der Ärzte sich ihr pervers nähert. Gleichzeitig ist ihre Mutter an dem Mann interessiert. Meisterhaft beherrscht Martel ihr Ensemble in unübersichtlichen Gruppenszenen, meisterlich auch vermitteln Kamera und Tonspur das Gefühl des Mittendrinseins. Das erinnert an Robert Altmans „Nashville“ und brachte Martel in den Wettbewerb von Cannes. Heimlicher Hauptdarsteller ist das charmant heruntergekommene Hotel, in dem sich seit 30 Jahren nichts verändert hat.
[Tagesspiegel 9.7.2009, Philipp Lichterbeck]
LINKS:
[Tagesspiegel 9.7.2009, Philipp Lichterbeck]
http://www.laninasanta.com/
http://www.filmzentrale.com/rezis/laninasantamm.htm
http://missingimage.com/book/export/html/40 (Texte von Cristina Nord zu Lucrecia Martel)
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen