Dienstag 13.04.2010
20.30 Uhr
20.30 Uhr
vorgestellt von Stefan Butzmühlen und Cristina Diz Muñoz

LA CIÉNAGA | Argentinien, Spanien, Frankreich 2000 | Regie: Lucrecia Martel | Buch: Lucrecia Martel | Kamera: Hugo Colace | Montage: Santiago Ricci | Produzent: Lita Stantic u.a. | Darsteller: Martín Adjemián, Diego Baenas, Leonora Balcarce, Silvia Baylé | 102 Minuten | Farbe | Spanisch mit UT
Sechs Erwachsene sitzen in Badekleidung an einem heruntergekommenen Pool mit trübem Wasser. Keiner von ihnen würde hinein steigen in diese Brühe, die Zeiten sind vorbei. Sie tragen lieber dunkle Sonnenbrillen, bewegen sich möglichst wenig und trinken Rotwein. Es ist unerträglich schwül, Vorgewitterstimmung, in der Ferne grollt bereits der Donner. Mecha rutscht mit ihrem vollen Rotweinglas in der Hand auf dem Steinboden aus. Das Glas splittert, sie fällt unglücklich mitten in die Scherben und bleibt liegen. Alle sehen entsetzt auf, doch keiner bewegt sich, reagiert oder hilft ihr. Dann kommen zwei ihrer Töchter aus dem Haus und bringen Mecha ins Krankenhaus. Durch das Glas hat sie sich tiefe Schnittwunden an der Brust zugefügt. Auch der kleine Sohn ihrer Cousine Tali verletzt sich ständig, fast täglich. Überall hat er Blessuren.
La Ciénaga (Der Morast) ist der erste Spielfilm von Lucrecia Martel und erzählt die Geschichte von zwei Frauen (gespielt von Graciela Borges und Mercedes Morán) in den Fünfzigern, die mit ihren Familien ihre Ferien in Salta, Martels Geburtsstadt, verbringen. Der Film, der von Kritikern als elegante Studie über die Dekadenz der argentinischen Mittelklasse bewertet wurde, war 2001 im Wettbewerb der Internationalen Filmfestspiele von Berlin vertreten und wurde mit dem Alfred-Bauer-Preis für das beste Erstlingswerk prämiert.
[Nana A.T. Rebhan]
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La Ciénaga (Der Morast) ist der erste Spielfilm von Lucrecia Martel und erzählt die Geschichte von zwei Frauen (gespielt von Graciela Borges und Mercedes Morán) in den Fünfzigern, die mit ihren Familien ihre Ferien in Salta, Martels Geburtsstadt, verbringen. Der Film, der von Kritikern als elegante Studie über die Dekadenz der argentinischen Mittelklasse bewertet wurde, war 2001 im Wettbewerb der Internationalen Filmfestspiele von Berlin vertreten und wurde mit dem Alfred-Bauer-Preis für das beste Erstlingswerk prämiert.
[Nana A.T. Rebhan]
Artikel SCHNITT: http://www.schnitt.de/202,1978,01
Artikel WELT ONLINE: http://www.welt.de/print-welt/article432887/La_Cienaga_von_Lucrecia_Martel_Argentinien.html
TRAILER: http://www.youtube.com/watch?v=q9j1y6suhgY&feature=related
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