08.09.09 | 20.30 Uhr
vorgestellt und in Anwesenheit der Filmemacherin
Im Anschluß: Gespräch mit der Filmemacherin
José van der Schoot.

MISE-EN-SCÈNE | Deutschland 1992 | Regie: José van der Schoot | Autor: | Besetzung: Hanns Zischler, Horst Guemther Marx, Rainer Huff, Brigite Karbjinski | Produzent: dffb, Joachim Rothe | Ton: Tamara Staudt, Christof Willems, Cinzia Bulow, Jeroen van der Drift | Kamera: Horst Markgraf, Ricardo Iscar | Montage: | Sprache: Deutsch | 35min | 16mm | Farbe
Ein Film, inspiriert von der Filmemacherei. Wie “einfach” es ist , mit wenigen Mitteln heutzutage einen Film zu machen, zeigt uns dieser Regisseur als Hauptdarsteller (Hanns Zischler), der manchmal die Kontrolle über sich selbst und sein Produkt zu verlieren scheint. MISE-EN-SCÈNE ist eine Impression seiner Dreharbeit.

ERFOLGLOSE KÜNSTLER
| DOK | Deutschland 1995/96
| Regie: José van der Schoot | Autor: José van der Schoot | Beteiligte Künstler: Helmut Bröker, Bibiana Fusch, Gerd Gallonska, die "Gruppe Gottlieb", Werner Meyke, Viktor Pavel, "Schädelwald", Kerstin Seidling, Andrej Skrbinek, Werner Tritzschler, Frank Wagner und Freunde und Rainer Wieczorek | Produzent: Jost Hering Filme, ORB | Musik: | Kamera: Horst Markgraf | Montage: | Sprache: deutsch | 71min | 16mm | Farbe
Den Anfang von José van der Schoots ERFOLGLOSE KÜNSTLER bildet eine Annonce in einer Berliner Zeitung: "Suche erfolglose Künstler." Die sich daraufhin melden sind mutig, es sind Lebenskünstler. Sie kommen zu Wort und miteinander ins Gespräch. Dabei werden Lebensentwürfe ausgebreitet, angegriffen und verteidigt. Das ist durchaus komisch, denn es geht da um die ernste Frage: Wie lebe ich mein Leben? Und José van der Schoot läßt nicht außer acht, daß die Art, wie jemand in ein Plätzchen beißt, darauf Antwort gibt. ERFOLGLOSE KÜNSTLER hat etwas gemeinsam mit den weltoffenen Komödien des Blake Edwards. Ein Dokumentarfilm, der gelungen ist wie eine Party, auf der sich der Zuschauer und die Filmemacherin unter den Gästen wiedererkennen und zulächeln.
Text von: Rainer Knepperges in Gdinetmao
Maler, Philosophen, Kaffeehausschriftsteller, Musiker oder eben nur Lebenskünstler kommen hier zu Wort, und das sympathische ist, dass jeder diese Menschen kennt. Der Freund oder die Freundin, Nachbar/in oder Arbeitskollege/in oder man selbst. Wer bezeichnete sich nicht schon mal als Künsler oder fühlte sich eben so. Und eben darum bleibt die große Frage, was ist eigentlich ein Künstler?
Der Film gewährt Einblick in das Denken und die Lebensführung diverser erfolgloser Künstler/innen aus verschiedenen Gattungen.
Nicht so sehr die Produkte stehen im Vordergrund, sondern die Personen selbst sind es, die den Film zu einer Art "Kunstgespräch" selbst gestalten.
Ein Dokumentarfilm mit Spielcharakter.
Quelle: Archiv fsk Kino, Berlin http://home.snafu.de/fsk-kino/archiv/are.htm
Biografie von José van der Schoot:
1979–1987 Klavier- und Malereistudium in Tilburg (Niederlande). Abschluss des Kunststudiums TeHaTex. Studium Szenografie an der Jan van Eyck-Akademie in Maastricht und Tätigkeit als Bühnenbildnerin. 1987–1994 Studium (Regie) an der Deutschen Film - und Fernsehakademie Berlin. Sie ist tätig als Filmschaffende und Komponistin von Filmmusik.
Filme (Auswahl): Mise-en-scène (Kurzspielfilm, 1992), Manoeuvres d’Elégance (Spielfilm, 1993), Gute Referenzen (Spielfilm, 1994), Erfolglose Künstler (Dokumentarfilm, 1995/1996), Unter Brüdern (Dokumentarfilm, 1997)
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