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Obwohl Unruhen in Afrika das Leben der weißen Maria bedrohen, will sie ihre Kaffee-Ernte nicht aufgeben. Sie ignoriert die große Gefahr und ist fest entschlossen zu bleiben. Doch ihr Ex-Mann André, der Vater ihres ältesten Sohn will ohne ihr Wissen die Familie wieder nach Frankreich bringen.
Kritiken
08. September 2009 | WHITE MATERIAL • Kritik • Süddeutsche Zeitung
Einfach nur irrational findet Susan Vahabzadeh den Film. "Es ist oft ein schlechtes Zeichen, wenn Regisseure ihren Filmen die Verortung verweigern - und so kraftvoll Isabelle Hupperts Darstellung dieser Marie Vial auch ist, mit ihrer besessenen Liebe zu dem Land, in dem sie unerwünschter Gast ist, die konfuse Geschichte wirkt naiv und konstruiert. ... es ist unendlich schwer, mit Figuren, deren Handlung jede Logik verloren hat, wirklich mitzufühlen."
08. September 2009 | WHITE MATERIAL • Kritik • film-dienst
Als aufregend bezeichnet Felicitas Kleiner den Film. "Dabei wirft sich die bewegliche Kamera förmlich ins Geschehen; auf einen auktoriellen Erzählanspruch, dieses Geschehen einordnen, bewerten und erklären zu können, wird konsequent verzichtet. Einmal mehr gelingt Claire Denis ein "postkolonialer" Film, der seine Stärke daraus zieht, sein Sujet als unmittelbare und verstörend-sinnliche Erfahrung zu vermitteln."
07. September 2009 | WHITE MATERIAL • Kritik • Die Tageszeitung
Die großen postkolonialen Fragen klingen laut Cristina Nord an, "ohne dass der Film eine Grundlage schüfe, von der aus sich Urteile treffen ließen - wie leben Weiße und Schwarze zusammen, wenn die koloniale Ordnung überwunden ist? Was geschieht, wenn die Machtassymetrien sich zu verschieben beginnen? Und wenn diese Verschiebung nicht in einem geordneten, demokratischen Prozess, sondern gewaltsam, eruptiv geschieht? - klingen an, ohne dass der Film eine Grundlage schüfe, von der aus sich Urteile treffen ließen. Vielmehr verhandelt er die allgemeinen Fragen auf einer sehr konkreten Ebene."
06. September 2009 | WHITE MATERIAL • Kritik • Frankfurter Allgemeine Zeitung
Einfach sind die Beziehungen bei Claire Denis nie zu durchschauen, weil Michael Althen "sie sich auch selbst erschließen muss. Die Faszination rührt daher, dass die Figuren nie um Aufmerksamkeit buhlen, sondern nur so viel preisgeben, wie man in die Begegnung mit ihnen zu investieren bereit ist. Durch ihre Welt bewegt man sich auf Augenhöhe, erst tastend, dann neugierig, bis man irgendwann gefangen ist. Und wenn die Gewalt dann ausbricht, folgt sie nicht den üblichen Regeln des Kinos, sondern mit einer Beiläufigkeit, in der ihre Willkür und Grausamkeit umso schockierender spürbar werden. Wie genau und zugeneigt der Blick vonClaire Denis ist, merkt man schon daran, dass man Isabelle Huppert selten so bei sich gesehen hat wie hier."
06. September 2009 | WHITE MATERIAL • Kritik • Die Welt
Peter Zander lobt die Hauptdarstellerin. "Isabelle Huppert zieht in dieser Rolle einmal mehr alle Register, wie sie sich nach außen unerbittlich gibt und doch innerlich erlischt. Keine Spur von JENSEITS VON AFRIKA-Schwulst, von Ich-hatte-eine-Farm-in-Afrika-Nostalgie. Claire Denis geht es hier um kein bestimmtes Land, kein Regime, das es anzuprangern gilt. Ihr Film ist eine Metapher auf eine Gesellschaft im Chaos."19-year-old Tomek whiles away his lonely life by spying on his opposite neighbour Magda through binoculars. She's an artist in her mid-thirties, and appears to have everything – not least a constant stream of men at her beck and call. But when the two finally meet, they discover that they have a lot more in common than appeared at first sight...
Trailer
http://www.youtube.com/watch?v=OKzFi39XHI8





