26.05.09 | 20.30 Uhr
vorgestellt von Thomas Moritz Helm
Goodbye South Goodbye | Taiwan 1996 | R: Hou Hsiao Hsien | B: T’ien-wen Chu, Jack Kao, Jieh-Wen King | 35mm | 124min | Mandarin/Hokkien mit engl.UTIch habe mich entschieden den Film GOODBYE SOUTH GOODBYE aus dem Jahr 1996 als zweiten Film in unserem kleinen Hou Hsiao-Hsien Block zu zeigen. Wie auch MILLENIUM MAMBO, gehört GOODBYE SOUTH GOODBYE zur zweiten Schaffensphase von Hou Hsiao-Hsien, in der er sich weniger mit der Historie Taiwans sondern mit seiner Gegenwart beschäftigt. Ist es bei MILLENIUM MAMBO noch die Jugendkultur Taiwans, so ist es in GOODBYE SOUTH GOODBYE die Halbwelt der kleinen und größeren Kriminellen, auf die er seinen unaufdringlichen Blick richtet. Das Ergebnis ist ein äußerst untypischer Gangsterfilm. Elbert Ventura stellt dazu in seinem Artikel „The Lowdown“ fest „...it’s probably the most uneventful movie about gangsters ever.“
„Die beiden Kleinkriminellen Kao und Flat Head sowie seine Freundin Pretzel driften ohne wirkliches Engagement durchs Leben, stets in Bewegung und doch nicht vom Fleck kommend. Fragmentarisch zu einem Ganzen zusammengefügt betrachtet Hou Hsiao-Hsien seine Protagonisten und deren Leben. Als einer der besten Filme der neunziger Jahre gefeiert – u.a. von Susan Sontag und den Cahiers du Cinéma – , gehört GOODBYE SOUTH GOODBYE zu den Höhepunkten in Hou Hsiao-Hsiens Schaffen.“ (Quelle: www.taiwanembassy.org)
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Artikel von Elbert Ventura: http://www.reverseshot.com/article/goodbye_south_goodbye
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